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Geschichte der Sectio Brigensis
1841 entstand der Schweizerische Studentenverein mit dem Ziel: "Pflege von Tugend, Wissenschaft und Freundschaft, nach Sitten und Glauben der Väter, im Sinn und Geist der katholischen Kirche, zum Frommen des Vaterlandes." Diese Bewegung erfasste auch die Studenten des Kollegiums von Brig. Nachdem 1843 die Freiburger und die Schwyzer Sektion des StV's mehrere Studenten des Briger Kollegiums aufgefordert hatten, eine Sektion des Schweizerischen Studentenvereins zu gründen, errichteten diese Ende des Jahres 1843 in Brig eine Studentenverbindung.
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Die Gründer waren Leo Luzian von Roten (1824-1898) von Raron, später Ständerat und Staatsrat und romantischer Dichter, sein Bruder Hans Anton von Roten (1826-1895), ebenfalls Ständerat, Nationalrat und Präfekt von Raron, Peter Ludwig In-Albon (1832-1892) von Turtmann, nachmals Grossrat und Ständerat, Cäsar Perrig (1825-1864) von Brig, später Briger Regierungsstatthalter und Oberst. Franz Xaver In-Albon (1825- 1896) von Turtmann, später Rektor der Kollegien von Brig und Sitten und Domherr, sowie der Bündner Luzius Anton Brügger (1821-1903), der Arzt in Thusis und Direktor des Kreuzspitals in Chur wurde.
Nicht alle waren von der Briger Vereinsgründung begeistert. Unter den Jesuiten im Kollegium regte sich Widerstand. Sie fürchteten eine Herausforderung der Katholikengegner, die dem Schweizerischen Studentenverein bereits den Namen "Jesuitenverein" angehängt hatten. Obwohl die Studenten ihren Verein unter dem Namen "Concordia-Verein" zu tarnen suchten, verbot die Kollegiumsleitung den Verein. Doch dieser bestand im geheimen weiter.
Am 21. November 1844 konstituierte sich die Sektion mit Cäsar Perrig als Präsident. Einen Monat später verfügte die Kollegiumsleitung die Aufhebung der Sektion. Deren Mitglieder beschlossen, wohl oder übel, das Sektionsleben aufzugeben, aber treue Vereinsmitglieder zu bleiben. Adolph Escher (1822-1897), später Domherr und Präfekt des Kollegiums in Sitten, hielt den Briefwechsel mit den anderen Sektionen aufrecht. Die Sektion bestand im Untergrund weiter und konnte ab 1847 wieder ein einigermassen geregeltes Vereinsleben führen und am 10. Januar 1847 Statuten erlassen. Man hielt Vorträge, schrieb Abhandlungen, traf sich mit der Sektion Sitten, führte eine rege Korrespondenz, bis die Sonderbundswirren Ende 1846 jedes Vereinsleben gänzlich vernichteten. |
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